Zum Inhalt springen
wirksam.werden – Traumasensible Schulkultur Startseite: worum es geht und wie Sie einsteigen.

Übererregung erkennen

Woran Sie erkennen, dass ein Kind über seinem Fenster der Toleranz ist – und wie sich das von Trotz unterscheidet.

Was Übererregung ist

Übererregung zeigt sich als Zuviel: zu schnell, zu laut, zu viel Bewegung. Das Nervensystem hat auf Gefahr geschaltet, obwohl im Klassenraum keine Gefahr besteht.

Beobachtbare Anzeichen

  • Schnelle, flache Atmung, geröteter Kopf.
  • Ruckartige Bewegungen, Aufspringen, Türenschlagen.
  • Laute oder schrille Stimme, überschießende Reaktion auf Kleinigkeiten.
  • Ein Blick, der die Situation absucht, statt sie anzusehen.

Die Verwechslung, die am häufigsten passiert

Übererregung sieht von außen aus wie Trotz oder Provokation. Der Unterschied liegt in der Steuerbarkeit: Wer trotzt, kann aufhören. Wer übererregt ist, kann es in diesem Moment nicht. Ein Hinweis darauf ist, dass Ermahnungen die Lage verschärfen statt sie zu beruhigen.

Quellen

Siegel, D. J. (1999). The Developing Mind. Guilford Press.
Hinterkörner-Wittinghofer, M. (2023). Leitfaden für Traumabewältigung in der Schule.

Zuletzt überarbeitet am 29. Juli 2026