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Den Klassenraum vorausschauend gestalten

Wie ein Klassenzimmer aussieht und eingerichtet ist, wirkt sich auf Sicherheit und Konzentration aus. Fünf einfache Stellschrauben bei der Raumgestaltung.

Warum Raumgestaltung zählt

Wie ein Klassenzimmer aussieht und organisiert ist, beeinflusst, wie sicher und konzentriert sich Kinder darin fühlen – oft mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Vorausschauende Raumgestaltung ergänzt Struktur und Rituale (siehe „Sicherheit durch Struktur und Rituale") um die räumliche und sinnliche Ebene.

Fünf Stellschrauben

  • Sitzordnung: nach Bedürfnissen statt nur alphabetisch oder nach Größe – mit Spielraum für Kinder, die einen bestimmten Platz zum Konzentrieren brauchen.
  • Flexibilität: punktuell die Wahl des Sitzplatzes freistellen, besonders wenn jemand erkennbar Abstand oder Ruhe braucht.
  • Ein Rückzugsplatz: eine erkennbare ruhige Ecke, klar von einem Strafplatz unterschieden – ein zusätzlicher Tisch reicht oft schon.
  • Visuelle Reize dosieren: optische Unordnung reduzieren, gleichzeitig Raum für Schüler*innenarbeiten lassen, die Zugehörigkeit sichtbar machen.
  • Naturelemente: Pflanzen oder natürliches Licht, wo möglich – kleine Mittel mit spürbarer beruhigender Wirkung.
Wichtig: Ein Rückzugsplatz ist kein Time-out und keine Strafe. Er steht allen offen und wird nicht mit Sanktionen verknüpft – sonst verliert er seine Wirkung.

Reflexionsfrage

Welche dieser fünf Stellschrauben ließe sich in meinem Klassenzimmer diese Woche noch umsetzen?

Quellen

Subasi Singh, S., Abdel Keream, M., Proyer, M., Forghani-Arani, N., & Studener-Kuras, R. (2025). Die Trauma-informierte Schule: Ein Handbuch. Kohlhammer.

Zuletzt überarbeitet am 30. Juli 2026