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Sicherheit im Klassenraum herstellen

Was in den ersten Minuten hilft, wenn ein Kind – sich nicht mehr regulieren kann – und was die Klasse dabei braucht.

Sicherheit zuerst

Vor jeder inhaltlichen Klärung steht die Sicherheit – die des betroffenen Kindes und die der Gruppe. Beides gleichzeitig zu halten ist die eigentliche Schwierigkeit der Situation.

Erste Schritte für den Raum

  • Reizmenge senken: Lautstärke herunter, Zuschauer heraus, Bewegung im Raum verringern
  • Wenige Worte, ruhige Stimme, gleichbleibender Abstand.
  • Der Klasse eine klare, kurze Anweisung geben, damit sie nicht im Ungewissen bleibt
Für das Gespräch mit dem betroffenen Kind: konkrete Formulierungen und Vorgehen in „Deeskalieren und beruhigen".

Was die Klasse braucht

Die übrigen Kinder erleben die Situation mit. Eine knappe Einordnung im Nachhinein – ohne Details über das betroffene Kind – verhindert, dass sich Erzählungen verselbständigen.

Bei akuter Gefahr: Wenn Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, gelten die schulinternen Richtlinien. Die Verantwortung liegt nicht bei einzelnen Pädagog:innen.

Quellen

Moser, S. (2018). Traumatisierte Kinder und Jugendliche im Unterricht.
Hinterkörner-Wittinghofer, M. (2023). Leitfaden für Traumabewältigung in der Schule.

Zuletzt überarbeitet am 18. August 2026