Traumasensibel handeln
Sicherheit, respektvolle Beziehungen und Beteiligung als gemeinsame schulische Aufgabe gestalten.
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Kategorie: Haltung
- Psychotrauma
- Theorie
- Wissen
Eine schulweite Ausrichtung
Traumasensible Schule berücksichtigt mögliche Folgen belastender Erfahrungen in Unterricht, Betreuung, Verwaltung und Leitung. Der NCTSN-Rahmen bezieht auch Familien, Personal und Organisationspraxis ein. Es geht um zugängliche Unterstützung und verlässliche Bedingungen.
Haltung in Entscheidungen übersetzen
Prüfen Sie eine konkrete Regel: Ist sie verständlich? Lässt sie notwendige Ausnahmen zu? Können Betroffene widersprechen, ohne Nachteile befürchten zu müssen? Eine respektvolle Haltung zeigt sich auch beim Umgang mit Fehlern und Beschwerden über Erwachsene.
Rollen bleiben klar
Schule kann Orientierung, Zugehörigkeit und Lernzugang unterstützen. Sie stellt keine Traumadiagnosen und führt keine Traumatherapie durch. Das entbindet niemanden von den eigenen Schutzaufgaben. Leitung muss Zeit, Zuständigkeiten und Unterstützung organisieren. Ein Nutzen dieser Ausrichtung ist ein Ziel, keine garantierte Wirkung auf jedes Kind.
Was bedeutet das für unsere Schule?
Teamfrage: Welche unserer Regeln widerspricht einer Haltung von Respekt und Beteiligung?
Möglicher nächster Schritt: Überarbeiten Sie gemeinsam eine Regel und legen Sie fest, wie Schüler:innen deren Umsetzung rückmelden können.
Praxisvorschlag der Redaktion: gemeinsam erproben und Rückmeldung einholen. Persönliche Traumageschichten müssen dafür nicht offengelegt werden.
Fachliche Grundlage
- NCTSN (2017): Creating, Supporting, and Sustaining Trauma-Informed Schools: A System Framework. Schulweiter Orientierungsrahmen mit Beteiligung verschiedener Gruppen.
- Präsentation Dr.in Sonja Laure. Anstoß, institutionelle Bedingungen und die Verantwortung von Erwachsenen mitzudenken.
Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Quellen und Arbeitsweise.
Zuletzt überarbeitet am 27. September 2026