Ressourcen und Selbstwirksamkeit stärken
Fähigkeiten und Interessen aufgreifen, echte Einflussmöglichkeiten schaffen und Unterstützung sichern.
Mehr als ein Problem sehen
Fragen Sie nicht nur, was schwerfällt, sondern auch, was interessiert, schon gelingt und welche Unterstützung gewünscht wird. Niemand sollte auf eine vermutete Traumageschichte reduziert werden.
Eine machbare Erfahrung planen
Wählen Sie gemeinsam eine überschaubare Aufgabe: etwa Material für eine Gruppe vorbereiten, eine eigene Idee erklären oder zwischen zwei Bearbeitungswegen entscheiden. Vereinbaren Sie, welche Hilfe verfügbar bleibt. Rückmeldung kann lauten: „Du hast nachgefragt und dann den ersten Teil selbst sortiert.“
Keine Pflicht zur Stärke
„Du bist resilient“ darf nicht bedeuten, Belastung aushalten zu müssen. Unterstützung und veränderte Bedingungen bleiben Aufgaben der Erwachsenen. Stärken werden nur mit Zustimmung vor anderen sichtbar gemacht. Ein Misserfolg ist ein Anlass, Aufgabe und Unterstützung zu prüfen, kein Beweis mangelnder Anstrengung.
Was bedeutet das für unsere Schule?
Teamfrage: Wo können Schüler:innen wirklich etwas entscheiden, statt nur zwischen Scheinoptionen zu wählen?
Möglicher nächster Schritt: Planen Sie eine echte kleine Entscheidungsmöglichkeit und teilen Sie anschließend mit, was daraus geworden ist.
Praxisvorschlag der Redaktion: gemeinsam erproben und Rückmeldung einholen. Persönliche Traumageschichten müssen dafür nicht offengelegt werden.
Fachliche Grundlage
- NCTSN (2017): Creating, Supporting, and Sustaining Trauma-Informed Schools: A System Framework. Beteiligung und Unterstützung als schulische Entwicklungsbereiche.
Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Quellen und Arbeitsweise.