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wirksam.werden – Traumasensible Schulkultur Startseite: worum es geht und wie Sie einsteigen.

Beziehung als Schutzfaktor

Verlässliche Kontakte anbieten, professionelle Grenzen achten und Zuständigkeiten im Team klären.

Erreichbare Erwachsene

Unterstützende Beziehungen zu Erwachsenen in der Schule können für belastete Kinder bedeutsam sein. Nähe lässt sich dabei nicht erzwingen. Zurückhaltung ist kein Beweis für eine Bindungsstörung.

Ein Angebot für den Alltag

  • Begrüßen Sie verlässlich, ohne Blickkontakt oder Berührung zu verlangen.
  • Sagen Sie konkret, wann Sie erreichbar sind.
  • Erklären Sie Änderungen an Absprachen.
  • Bieten Sie nach einem Konflikt einen neuen Gesprächsanfang an.

Auch Betreuung, Sekretariat oder Schulwartung können respektvolle Kontakte ermöglichen. Beratung und vertrauliche Fallarbeit bleiben bei den dafür zuständigen Personen.

Zuhören ohne Durcharbeiten

Wenn ein Kind etwas erzählen möchte, hören Sie zu, ohne Details abzufragen oder wiederholtes Durchleben anzuregen. Wenn das Erzählen erkennbar belastet, können Sie eine Pause anbieten und sich gemeinsam dem aktuellen Bedarf zuwenden. Ein möglicher Satz der Redaktion: „Ich habe gehört, dass dich das sehr belastet. Du musst mir keine weiteren Einzelheiten erzählen. Möchtest du eine Pause? Was brauchst du jetzt?“

Wiederholtes Erzählen ist nicht automatisch schädlich. Unterbrechen Sie Mitteilungen über Gewalt oder aktuelle Gefahr nicht pauschal. Nehmen Sie sie ernst und handeln Sie nach den schulischen Schutzwegen. Therapeutisches Bearbeiten von Erinnerungen gehört in qualifizierte Behandlung.

Professionell bleiben

Machen Sie keine Geheimhaltungsversprechen, die Sie im Kinderschutz nicht einhalten können. Vereinbaren Sie transparente Kontaktwege und eine Vertretung. Ein Kind soll Unterstützung erreichen können, ohne von einer einzigen Person abhängig zu sein.

Was bedeutet das für unsere Schule?

Teamfrage: Wissen Schüler:innen, an wen sie sich auch bei Abwesenheit ihrer Bezugsperson wenden können?

Möglicher nächster Schritt: Prüfen Sie die Erreichbarkeit von zwei schulischen Ansprechwegen gemeinsam mit Schüler:innen.

Praxisvorschlag der Redaktion: gemeinsam erproben und Rückmeldung einholen. Persönliche Traumageschichten müssen dafür nicht offengelegt werden.

Fachliche Grundlage

Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Quellen und Arbeitsweise.