Sicherheit durch Struktur und Rituale
Abläufe verständlich machen und flexibel an Bedürfnisse anpassen.
Orientierung anbieten
Verlässlichkeit ist ein Bestandteil traumasensibler Schulgestaltung. Für die Praxis schlagen wir vor, wiederkehrende Übergänge genauer anzusehen: Ankommen, Raumwechsel, Pausenende und Vertretung.
Ein kleiner gemeinsamer Standard
Geben Sie vor einem Wechsel drei Informationen: Was passiert als Nächstes? Was wird erwartet? Wer ist erreichbar? Nutzen Sie Sprache und Darstellungen, die die betreffende Gruppe versteht. Fragen Sie anschließend, welche Information gefehlt hat.
Verlässlich bedeutet nicht starr
Rituale sind Angebote zur Orientierung, keine Pflicht zur persönlichen Offenlegung. Eine Befindlichkeitsrunde braucht die Möglichkeit, auszusetzen. Unvorhersehbare Änderungen lassen sich nicht ausschließen; sie sollten erklärt werden. Eine Regel, die einzelne Kinder regelmäßig überfordert oder ausschließt, muss überprüft werden.
Was bedeutet das für unsere Schule?
Teamfrage: Welcher Übergang ist für Schüler:innen und Mitarbeitende häufig unklar?
Möglicher nächster Schritt: Vereinbaren Sie für diesen Übergang einen kurzen Informationsstandard und prüfen Sie ihn mit den Betroffenen.
Praxisvorschlag der Redaktion: gemeinsam erproben und Rückmeldung einholen. Persönliche Traumageschichten müssen dafür nicht offengelegt werden.
Fachliche Grundlage
- NCTSN (2017): Creating, Supporting, and Sustaining Trauma-Informed Schools: A System Framework. Verlässliche schulische Abläufe als Entwicklungsbereich.
Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Quellen und Arbeitsweise.