Lernräume vorausschauend gestalten
Räume und Reize gemeinsam prüfen – im Klassenzimmer, in Betreuung und Aufenthaltsbereichen.
Bedürfnisse erfragen
Ein Raum wird nicht durch ein einzelnes Möbelstück traumasensibel. Fragen Sie die Nutzer:innen: Wo lässt sich gut arbeiten? Wo ist es unruhig? Wo fehlt Orientierung oder Privatsphäre?
Mögliche Veränderungen erproben
- Eine alternative Sitzposition anbieten.
- Wege und Materialplätze verständlich kennzeichnen.
- Die Menge gleichzeitig sichtbarer Arbeitsaufträge reduzieren.
- Einen freiwillig nutzbaren Ruheplatz vereinbaren.
Ein Ruheplatz darf keine beschämende Aussonderung sein. Aufsicht, Zugänglichkeit und Rückkehr werden vorab geklärt. Pflanzen oder Tageslicht können angenehm sein, haben aber keine zugesicherte beruhigende Wirkung für alle.
Rückmeldung statt Vermutung
Ändern Sie zunächst nur einen Aspekt. Fragen Sie auch Personen, denen das Angebot nicht hilft. Lassen sich unvereinbare Bedürfnisse durch mehrere Möglichkeiten besser berücksichtigen?
Was bedeutet das für unsere Schule?
Teamfrage: Wessen Perspektive fehlt bei unserer Raumgestaltung?
Möglicher nächster Schritt: Machen Sie einen kurzen Rundgang mit unterschiedlichen Nutzer:innen und testen Sie eine gemeinsam ausgewählte Veränderung.
Praxisvorschlag der Redaktion: gemeinsam erproben und Rückmeldung einholen. Persönliche Traumageschichten müssen dafür nicht offengelegt werden.
Fachliche Grundlage
- NCTSN (2017): Creating, Supporting, and Sustaining Trauma-Informed Schools: A System Framework. Sicherheit und schulische Umgebung als gemeinsame Entwicklungsaufgabe.
Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Quellen und Arbeitsweise.