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Sekundäre Traumatisierung erkennen

Wer wiederholt mit belasteten Kindern arbeitet, kann selbst Belastungsreaktionen entwickeln. Das früh zu bemerken ist Teil professioneller Selbstfürsorge.

Was sekundäre Traumatisierung ist

Wer wiederholt mit belasteten Kindern arbeitet, kann selbst Belastungsreaktionen entwickeln – auch ohne selbst etwas Bedrohliches erlebt zu haben. Der Fachbegriff dafür ist sekundäre traumatische Belastung. Das ist eine normale Reaktion auf eine anspruchsvolle Aufgabe, kein persönliches Versagen. Anders als die Sorge um ein einzelnes Kind (siehe „Eigene Grenzen wahrnehmen") entsteht die Wirkung durch sich wiederholende Belastungen über einen längeren Zeitraum.

Mögliche Anzeichen

  • Anhaltende Erschöpfung, die auch nach Ruhezeiten unverändert bleibt.
  • Zunehmende Gereiztheit oder emotionale Distanz – auch gegenüber „unproblematischen" Kindern.
  • Schwierigkeiten, nach Dienstschluss „abzuschalten".
  • Ein wachsendes Gefühl von Hilflosigkeit
  • Zynismus gegenüber der eigenen Arbeit

Warum das früh zählt

Unbemerkt und über längere Zeit kann sich daraus ein Burnout entwickeln. Frühzeitiges Wahrnehmen und Ansprechen wirkt vorbeugend – und ist Teil einer professionellen Haltung, nicht deren Gegenteil!

Quellen

Casale, G., & Linderkamp, F. (2023). Die traumasensible Schule – Grundlagen, Konzepte und Perspektiven.

Zuletzt überarbeitet am 18. August 2026