Verantwortung realistisch einordnen
Im eigenen Auftrag handeln, Unterstützung einbeziehen und therapeutische Aufgaben abgrenzen.
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Kategorie: Haltung
- Selbstfürsorge
- Rolle
- Grenzen
Was Schule leisten kann
Im pädagogischen Rahmen können Sie Sicherheit, Orientierung und einen verlässlichen Kontakt anbieten. Dazu gehören das Wahrnehmen von Veränderungen, das Anpassen schulischer Bedingungen und das Einbeziehen zuständiger Unterstützung.
Was nicht Ihre Aufgabe ist
Sie sollen keine Traumadiagnose stellen oder traumatische Erinnerungen therapeutisch aufarbeiten. Auch ein guter Kontakt garantiert keine Erholung. Behandlungsentscheidungen gehören zu qualifizierten Fachpersonen.
Geteilte Verantwortung ist keine Verantwortungslosigkeit
„Ich muss das nicht allein tragen“ bedeutet: den eigenen Auftrag kennen, bei Bedarf handeln und Unterstützung holen. Es bedeutet nicht, Schutzaufgaben weiterzuschieben. Leitung klärt Zuständigkeit, Vertretung und Rückmeldung; Mitarbeitende nutzen die vereinbarten Wege.
Was bedeutet das für unsere Schule?
Teamfrage: Wo ist unklar, wer den nächsten Schritt übernimmt?
Möglicher nächster Schritt: Halten Sie für eine typische Unterstützungssituation fest: mein Beitrag, zuständige weitere Person, Rückmeldung und Vertretung.
Praxisvorschlag der Redaktion: gemeinsam erproben und Rückmeldung einholen. Persönliche Traumageschichten müssen dafür nicht offengelegt werden.
Fachliche Grundlage
- NCTSN (2017): Creating, Supporting, and Sustaining Trauma-Informed Schools: A System Framework. Zusammenarbeit verschiedener Rollen im Schulsystem.
- DeGPT (2026): S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung, Version 7.0. Diagnostik und Behandlung als qualifizierte fachliche Aufgaben.
Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Quellen und Arbeitsweise.
Zuletzt überarbeitet am 27. September 2026